Beruf, Berufung oder Bestimmung? Interview zum Liebster Award

Es ist soweit! Ich wurde nominiert fĂŒr den Liebster Award 🙂

Das hört sich zwar jetzt grĂ¶ĂŸer an als es ist – aber lass mich noch einen kleinen Moment die Vorstellung genießen, dass es anders wĂ€re …

Falls es im digitalen Universum noch irgendjemanden gibt, der nicht weiß, wovon ich spreche: Der Liebster Award ist ein liebenswertes StehaufmĂ€nnchen im Internet, das wie ein Kettenbrief funktioniert und immer wieder irgendwo auftaucht. Wer ihn erfunden hat, konnte ich nicht herausfinden, doch der Ursprungsgedanke gefĂ€llt mir: es geht einfach darum, seine Texte einem neuen Publikum zeigen zu können, ein wenig aus der eigenen Komfortzone auszubrechen und etwas bekannter zu werden. Manch einer will damit gar nichts zu tun haben, andere wiederum freuen sich riesig, wenn sie nominiert werden – die Meinungen gehen hier weit auseinander.

Wie der Name schon vermuten lĂ€sst, ist der Liebster Award völlig harmlos und weder ein Grund, sich zu erschrecken noch vor Freude in die Luft zu springen – am besten entscheidest du selbst, inwieweit du dich darauf einlĂ€sst und was du daraus machst. Mein Vorschlag: Wenn er bei dir in Form einer Nominierung ĂŒberraschend auftaucht, mach’s wie ich, freu dich einfach, dass jemand an dich gedacht hat, setz ein LĂ€cheln auf und sei dankbar.

Damit sind wir dann auch schon bei den Liebster-Award-Regeln bzw. dem Ablaufplan:

1. Danke der Person, die Dich fĂŒr den Liebster Award nominiert hat und verlinke ihren Blog in Deinem Artikel.

Ich bedanke mich herzlich bei Sabine von naturbewussterleben fĂŒr die Nominierung und beantworte gerne ihre Fragen unter dem nĂ€chsten Punkt (= Punkt 2).

2. Beantworte die 11 Fragen, die Dir der Blogger, der Dich nominiert hat, stellt.

Das sind die 11 Fragen, die mir von Sabine gestellt wurden und die ich hier gerne beantworte:

Frage 1: Wie wurde Deine Berufung zum Beruf?

Tja, das ist genau die Frage, die mich lange daran gehindert hat, diesen Post zu schreiben, denn es ist nicht so, dass ich meine Berufung gesucht und dann einen Beruf daraus gemacht habe. Ich tue einfach das, was ich tun muss. Alles passiert durch eine Folge von Entscheidungen, die ich bewusst getroffen habe. Ein besonderer Auslöser vor einigen Jahren war jedoch, dass irgendwann die Diskrepanz zwischen meinen persönlichen Werten und meinem gelebten (Berufs-)Alltag zu groß und unertrĂ€glich geworden war …

Etwas bewegen, sich weiter entwickeln, freie Entscheidungen treffen, mehr Zeit fĂŒr die wirklich wichtigen Dinge im Leben haben – das wollte ich wieder realisieren und habe mich bewusst dafĂŒr entschieden. Das ging nur dadurch, dass ich meinem Herzen gefolgt bin und so einen VerĂ€nderungsprozess in Gang gesetzt habe.

Jedes Mal, wenn ich merkte, dass etwas nicht mehr stimmte, habe ich ĂŒberlegt, was ich Ă€ndern kann und entsprechend gehandelt.

So kam ich vor ein paar Jahren durch meine Vorliebe fĂŒr schöne Stoffe wieder zum NĂ€hen, dann zum Design, entdeckte den Spaß am Aufbau eines eigenen Onlineshops, absolvierte ein Fernstudium zur Webdesignerin, entdeckte die Freude am Fotografieren, begeisterte mich fĂŒr’s Bloggen, begann immer mehr zu lesen und zu schreiben 


Je intensiver und leidenschaftlicher ich mich in eine Sache vertieft habe, umso besser waren die Ergebnisse, die ich zeigen konnte. Und je besser die Ergebnisse werden, umso mehr Menschen fĂŒhlen sich angesprochen. Als Grundlage brauchst du Leidenschaft fĂŒr das, was du tust, sowie Vertrauen in deine FĂ€higkeiten.

Frage 2: Was ist Deine besondere Gabe im Umgang mit Deinen Kunden / Klienten?

Mir liegt es besonders, mich in Menschen hineinzuversetzen und zu spĂŒren, was sie wirklich wollen und brauchen. Ob ich einen Text schreibe, etwas gestalte oder einen kompletten Internetauftritt konzipiere – das spielt keine Rolle. Alles was ich mache, ist das sichtbare Ergebnis eines Prozesses, bei dem ich immer einen bestimmten Menschen mit seinen speziellen Eigenarten vor Augen habe. Ohne diese innere Verbindung kann ich nicht kreativ und mit Mehrwert arbeiten, weil es sich leblos anfĂŒhlt. Es entspricht auch nicht meiner Zielsetzung. Jedes meiner Angebote resultiert aus einem Mix von Intuition, Wissen und Erfahrung.

Frage 3: Was möchtest Du Menschen, die endlich ihren Herzensweg gehen und ihre wahre Bestimmung leben wollen, mit auf den Weg geben?

Lerne, zwischen Aufgeben und Loslassen zu unterscheiden.

Uns wird so oft gesagt, dass wir nicht aufgeben dĂŒrfen, durchhalten mĂŒssen, um ans Ziel zu kommen. Es stimmt zwar, dass wir unser Ziel nicht erreichen können, wenn wir aus Mangel an Geduld und Mut nicht bereit sind, Hindernisse zu ĂŒberwinden.

Aber Hindernisse können verschiedene Ursachen haben:

  • manchmal kommen wir nicht an, weil wir uns das falsche Ziel gesteckt haben, dann mĂŒssen wir uns nur neu fokussieren
  • manchmal haben sich die Ă€ußeren UmstĂ€nde geĂ€ndert, so dass Loslassen und Umdenken erforderlich ist
  • manchmal fĂŒhrt eine Entscheidung in eine Sackgasse – dann heißt es umkehren und nochmal neu, nur anders starten

Das alles ist kein Aufgeben sondern Loslassen und eine kluge Vorgehensweise, um auch wirklich dort anzukommen, wohin man wirklich will.

Also: nicht durchhalten um jeden Preis, um keine SchwĂ€che zu zeigen und nicht aufzugeben. Stattdessen innehalten und bewusst entscheiden, ob eine VerĂ€nderung fĂŒr deinen persönlichen Weg und Erfolg sinnvoll ist.

Frage 4: Welches Buch hat Deinen Bewusstwerdungsprozess besonders unterstĂŒtzt? Was ist fĂŒr Dich die wichtigste Botschaft/Kernaussage?

Ich erinnere mich noch sehr gut an das der-weg-des-kuenstlersBuch Der Weg des KĂŒnstlers von Julia Cameron: Die Autorin prĂ€gt dort den Begriff des SchattenkĂŒnstlers, der mit seinen FĂ€higkeiten selbstsichere Menschen unterstĂŒtzt, deren Ziele zu erreichen. In dieser Phase lernt er viel und entwickelt sich permanent weiter, doch auf Dauer entfernt er sich von sich selbst, weil er fremdbestimmt handelt und seine eigenen Ideen nicht verwirklichen kann. Das ist gegen die Natur, denn jeder Mensch hat seine Gaben dazu erhalten, sie zu verwirklichen und nicht zu unterdrĂŒcken.

Die wichtigste Botschaft dieses Buches besteht fĂŒr mich darin, Vertrauen in seine FĂ€higkeiten zu haben und den Mut aufzubringen, sie selbstbestimmt zu nutzen und zu zeigen. Deswegen bin ich auch so begeistert von den heutigen technischen Möglichkeiten, die es immer einfacher machen, mit einer eigenen Website seine Ideen zum Ausdruck zu bringen und weiterzuentwickeln. Diesen Freiraum gab es nicht immer.

Frage 5: Gibt es ein Ritual/eine Übung, die Dich besonders stĂ€rkt (beschreibe sie)?

Wenn meine Konzentration und meine Kraft nachlassen, gehe ich am liebsten nach draußen an die frische Luft. Oft reicht es schon, tief durchzuatmen und den Blick zum Horizont schweifen zu lassen. Dann fallen alle Gedanken einfach ab und der Kopf ist wieder frisch.

Frage 6: Was/wer gibt Dir auch in schwierigen Zeiten Kraft und Halt?

Die gegenseitige UnterstĂŒtzung und Liebe in meiner Familie. An meinen Töchtern sehe ich, dass der einzige Weg, glĂŒcklich zu werden, darin besteht, seinem Herzen zu folgen. Auch wenn es nicht immer einfach ist und oft WiderstĂ€nde ĂŒberwunden werden mĂŒssen. Das gehört zum Leben einfach dazu.

Frage 7: Hast Du einen Kraftplatz daheim, in der Natur oder in Dir selbst?

Was mich stĂ€rkt, ist das Farbenspiel der Natur und der wunderbare See, an dem ich wohne. Ein ausgiebiger Spaziergang ist die reinste Erholung. Der weite Blick ĂŒber das Wasser verschafft tiefe Ruhe und schenkt Kraft und Sicherheit.

Frage 8: Was/wer bringt Dich zum Lachen?

Ich liebe Wortspielereien und Humor! Am liebsten lache ich in Gesellschaft am großen Esstisch im Kreise meiner Familie oder mit engen Freunden. Wenn ein Wort das andere gibt, wenn Witze gemacht werden, wenn man sich kennt und vertraut – in dieser AtmosphĂ€re gibt es keine Eifersucht, keinen Neid, kein Misstrauen. Einfach nur Freude, Spaß und Zusammengehörigkeit.
Zum Lachen bringen mich auch immer wieder kleine Kinder mit ihrer unbÀndigen Lebensfreude und spielende Tiere.

Frage 9: Kannst Du Dich an einen Gedanken/ein GefĂŒhl erinnern, den Du in der Kindheit hattest, und der / das noch heute in Dir prĂ€sent ist (ĂŒber das Leben im Allgemeinen, Deine Berufung, …)? (Beschreibe ihn / es.)

Ein Bild vergesse ich nie: Ich hatte einen Lieblingsbaum, schlank und groß. Die vielen VerĂ€stelungen machten es mir leicht, ganz weit nach oben zu klettern und allein dort oben zu sitzen. Mein Blick reichte ĂŒber alle HĂ€user, ĂŒber mir ragte der blaue Himmel durch das filigrane grĂŒne BlĂ€tterwerk. Ich fĂŒhlte mich unendlich leicht und frei. Dieses GefĂŒhl verspĂŒre ich auch heute noch, wenn ich etwas geschafft habe, was ich mir vorgenommen hatte.

Frage 10: Wie definierst Du Liebe?

Liebe ist die Zusammenfassung fĂŒr alles, das unserem Leben Sinn gibt.

Frage 11: Was ist Deine Botschaft an die Kinder der Erde/Deine Vision fĂŒr die Erde?

Die Erde ist etwa 4,6 Mrd. Jahre alt, der Mensch hat ein geschĂ€tztes Durchschnittsalter von 80 Jahren. Jedem von uns steht eine begrenzte Zeit von unbekannter Dauer zur VerfĂŒgung, um das Wunder der Erde erleben und mitgestalten zu dĂŒrfen.

Denke daran, dass du ein Teil dieses Wunders bist und deine eigenen Spuren hinterlassen darfst. Du kannst denken und fĂŒhlen, sehen, hören, sprechen 
 Und etwas gibt es, dass du ganz besonders gut kannst. Diese einzigartige Gabe herauszufinden und sie zu nutzen, das ist deine Aufgabe – durch sie zu strahlen, das ist deine Belohnung.

3. Nominiere 3 –  max. 11 Blogger fĂŒr den Liebster Award

Bei meinen Recherchen zum Liebster Award habe ich den Eindruck gewonnen, dass vielen die Nominierung unangenehm ist. Ich selbst betrachte es als freundliche Geste, möchte jedoch niemanden dazu drÀngen, bei etwas mitzumachen, was ihm widerstrebt.

Deshalb Àndere ich diesen Passus jetzt einfach ab und gebe meinen Leserinnen die Möglichkeit, freiwillig mitzumachen und meine nachfolgenden Fragen zu beantworten. Wenn du mitmachen möchtest, erwĂ€hne deinen entsprechenden Artikel doch bitte per Link hier in den Kommentaren. Du stehst nicht unter Zeitdruck und kannst mitmachen, wann immer du willst. 🙂 Gerne darfst du auch andere Bloggerinnen darauf aufmerksam machen.

Und hier sind sie, meine Fragen:

4. Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen fĂŒr Deine nominierten Blogger zusammen

1. Was ist dein Lieblingszitat?
2. WofĂŒr kannst du dich richtig begeistern?
3. Was ist fĂŒr dich der Unterschied zwischen erfĂŒllt und erfolgreich?
4. Glaubst du, dass es etwas gibt, worĂŒber sich jede Frau freut?
5. Welche drei Wörter verbindest du am ehesten mit „Eine beeindruckende Frau“?
6. Diese 3 Dinge machen des Leben lebenswert: Gesundheit, Liebe und _____________ (ErgÀnze das letzte Wort)
7. FĂ€llt es dir manchmal schwer, nein zu sagen?
7. Hast du ein Lieblingsbuch, das du empfehlen möchtest?
8. Was gefÀllt dir beim Bloggen am besten?
9. Was assoziierst du als erstes mit dem Begriff „Erfolg“?
10. Was hÀttest du gerne schon als 16jÀhriges MÀdchen gewusst?

5. Informiere Deine nominierten Blogger ĂŒber den Blog Artikel.

Erledigt 🙂

6. Schreibe diese Regeln in Deinen Liebster Award Blog Artikel

Erledigt unter Punkte 1 – 5.


Hast du Interesse daran, meine obigen Fragen zu beantworten? Dann freue ich mich, wenn du mitmachst und den Link zu deinem Artikel mit den Antworten im Kommentarfeld hinterlÀsst.

Herzliche GrĂŒĂŸe

 

 

Willst du dich öfter inspirieren lassen? Dann melde dich hier gerne kostenlos an.

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